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Warfare  Cover

Extras

  • Kapitelanwahl
  • Audiokommentar
  • Featurette
  • Trailershow

Gesamtwertung

Film/Inhalt (1 Bewertung):
Wertung: 100 %
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Bild: (1 Bewertung)
Wertung: 100 %
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Ton: (1 Bewertung)
Wertung: 100 %
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Extras: (1 Bewertung)
Wertung: 40 %
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Technik: (Nur Wertung des Reviewers)
Wertung: 80 %
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Prequels / Sequels

Infos zum Einträger



Testequipment:

Leinwand: ESMART Expert UKD Rahmenleinwand 120 Zoll
Beamer: Hisense 120L5F-A12
Abspielgerät: Xbox One S
Boxen: Echo Studio mit Echo Sub
Konsole: PlayStation 5, Xbox Series X und Nintendo Switch OLED, Xbox One S, Steamdeck OLED
Virtual-Reality-Headset: VR-Brille Oculus Quest 3

Filminfos zu:

Blu-ray-ReviewWarfare

Inhalt

19. November 2006, Irak - Ein Platoon junger Navy Seals soll das Haus einer irakischen Familie besetzen, um ein aufständisches Gebiet abzusichern. Zuerst läuft alles nach Plan. Sie halten die Bewohner in Schach und verteilen sich in dem zweistöckigen Gebäude, um die Umgebung zu beobachten. Als sie eine bewaffnete Gruppe Männer bemerken, ist es schon zu spät: Eine Granate explodiert im Haus, kurz darauf detoniert eine Bombe und zwei Soldaten werden schwer verletzt. Gefangen in dem Haus geht es für die jungen Männer nur noch ums blanke Überleben. Der Druck der Angreifer lässt nicht nach und Unterstützung dringt nur mühsam zu ihnen vor. Verzweifelt versuchen sie, die beiden Verletzten am Leben zu halten. Ein erbarmungsloser Wettlauf gegen die Zeit beginnt. Do not copy!

Infos zum Film

Originaltitel: Warfare
Filmlänge: 95 Min. (1080p)
Produktionsjahr: 2025
Herstellungsland: Großbritannien / USA
Erscheinungsdatum: 01.08.2025
EAN-Code: 4061229508216

Sprachen

deutsch Dolby Atmos 5.1 deutsch Dolby Atmos 5.1
deutsch True-HD 7.1 deutsch True-HD 7.1
englisch Dolby Atmos 5.1 englisch Dolby Atmos 5.1
englisch True-HD 7.1 englisch True-HD 7.1

Untertitel: deutsch, englisch für Hörgeschädigte

Kritiken

Fazit:
Mit Warfare liefern Regisseur Alex Garland und Ex-Navy-SEAL Ray Mendoza einen Kriegsfilm, der sich radikal von bekannten Genrestandards abgrenzt. Statt heldenhafter Narrative oder dramatisch inszenierter Gefechte zeigt der Film den Irakkrieg von 2006 aus der Innenperspektive eines Elitetrupps – reduziert, nüchtern, verstörend realistisch. Was dabei entsteht, ist kein klassisches Kinoerlebnis, sondern eine audiovisuelle Simulation, die so kompromisslos ist wie der Krieg selbst.

Die Handlung ist schnell erzählt: Eine US-Einheit wird im Kampfgebiet Ramadi in einen Einsatz geschickt, der eskaliert. Die Kamera folgt ihnen in Echtzeit, fast dokumentarisch, ohne nennenswerte Schnitte oder erklärende Rückblenden. Es gibt keine Vorgeschichte, keine Einordnung, keine langen Dialoge – und auch keine Musik. Stattdessen dominiert das Dröhnen der Maschinen, das Zischen der Kugeln, das Atmen hinter Helmen. Schon nach wenigen Minuten ist klar: Warfare will nicht unterhalten. Es will spürbar machen.

Der Verzicht auf klassische Dramaturgie ist mutig, aber auch fordernd. Figuren werden kaum eingeführt, Namen spielen keine Rolle. Die Soldaten – gespielt unter anderem von Will Poulter, D´Pharaoh Woon-A-Tai und Cosmo Jarvis – verschwimmen zu einem anonymen Kollektiv. Charakterentwicklung ist Nebensache, denn der Fokus liegt auf der Funktionalität, der physischen und psychischen Erschöpfung, dem Moment. Der Mensch wird hier nicht als Held gezeichnet, sondern als Werkzeug eines militärischen Apparats, der nur eines kennt: Bewegung nach vorne.

Diese filmische Entscheidung macht Warfare gleichermaßen faszinierend wie sperrig. Die Inszenierung ist beeindruckend präzise, technisch nahezu makellos. Die Kameraarbeit verzichtet auf stilisierte Einstellungen, bleibt nah an den Körpern, eng in den Räumen und erschreckend unkommentiert. Besonders bemerkenswert ist das Sounddesign: Jede Explosion, jedes Funkgeräusch wirkt so unmittelbar, dass man sich selbst im Gefecht wähnt. Und doch entsteht aus dieser Nähe keine emotionale Bindung. Der Film lässt den Zuschauer nicht fühlen – er lässt ihn aushalten.

Was fehlt, ist Kontext. Warfare weigert sich konsequent, politische oder moralische Fragen zu stellen. Die Motive der Mission bleiben ebenso vage wie die Geschichte der beteiligten Soldaten. Das ist ein stilistischer Griff in Richtung Authentizität, wirkt aber gelegentlich auch wie ein bewusstes Ausweichen vor Tiefe. Gerade in Zeiten, in denen Kriegsfilme oft als moralisches Statement verstanden werden, ist diese Leere provokant – vielleicht sogar gefährlich. Denn wer nichts einordnet, riskiert, dass Gewalt zum Selbstzweck wird.

Am Ende des Films erscheinen echte Fotos von US-Soldaten, die in Ramadi gefallen sind – eine Geste der Ehrerbietung, aber auch ein stilistischer Bruch. Nach 95 Minuten filmischer Distanz wirkt dieses emotionale Finale beinahe wie ein Rückzieher. Als würde der Film im letzten Moment doch noch Bedeutung nachreichen wollen, die er vorher konsequent verweigert hat.

Warfare ist ein Ausnahmefilm. Kein Kriegsfilm im herkömmlichen Sinne, sondern eine rohe, dichte Erfahrung, die man nicht leicht vergisst – aber vielleicht auch nicht noch einmal durchstehen möchte. Wer Hollywood-Konventionen oder Figuren zum Mitfühlen sucht, wird hier nicht fündig. Wer dagegen den Krieg in seiner absurden Brutalität sehen will, so nah und ungeschönt wie möglich, bekommt ein intensives Stück filmischer Realität.

Die Blu-ray-Veröffentlichung von Warfare bringt den kompromisslosen Kriegsfilm von Alex Garland und Ray Mendoza in gestochen scharfer Bild- und Tonqualität ins Heimkino – und macht dabei deutlich, dass technische Präzision hier nicht nur Mittel zum Zweck, sondern ein zentraler Bestandteil des filmischen Konzepts ist. Gedreht wurde Warfare im extremen Breitbildformat, was dem Zuschauer auch im Wohnzimmer das Gefühl vermittelt, mittendrin im Geschehen zu sein. Die Bildschärfe ist durchgehend hoch, selbst in den staubigen und hektischen Kampfszenen bleiben Details wie Gesichter hinter Helmen, die Struktur von Tarnkleidung oder der Schmutz in zerstörten Räumen präzise erkennbar.

Die Farbpalette ist zurückhaltend, fast dokumentarisch: gedeckte Braun- und Grautöne dominieren, ohne zu verwaschen oder flach zu wirken. Der Kontrast zwischen Licht und Schatten – insbesondere bei Innenraumszenen und in verwinkelten Gassen – ist hervorragend abgestimmt. Auch in dunklen Szenen bleibt das Bild stabil, ohne störendes Rauschen oder Detailverlust. Besonders beeindruckend ist die klare Bildruhe trotz der oft hektischen Kameraführung. Der Transfer ist sauber, ohne nennenswerte Artefakte oder Unschärfen – ein Beweis für die hochwertige Abtastung und Nachbearbeitung der Blu-ray.

Akustisch spielt die Blu-ray-Ausgabe von Warfare in der Oberklasse. Der Ton liegt in Dolby Atmos vor und entfaltet eine enorme Wucht. Der Film verzichtet bewusst auf musikalische Untermalung, was dem Sounddesign umso mehr Gewicht verleiht. Jeder Schuss, jede Explosion, selbst das leise Klicken eines Gewehrmechanismus ist glasklar im Raum verortbar. Die Surroundkanäle sind hervorragend ausbalanciert und lassen das Kriegschaos mit seiner bedrohlichen Räumlichkeit spürbar werden. Der Subwoofer bekommt ebenfalls reichlich zu tun: tieffrequente Druckwellen, Detonationen und das Donnern von Helikoptern werden körperlich fühlbar – ohne die Dialogverständlichkeit zu beeinträchtigen.

Besonders erwähnenswert ist, dass Warfare fast vollständig ohne Score auskommt. Der Realismus, den der Film inhaltlich sucht, wird durch die akustische Gestaltung unterstützt: Die Stille zwischen den Angriffen, das nervöse Atmen der Soldaten, das Rauschen im Funkgerät – all das wirkt unmittelbarer als jede Musik.

Die Blu-ray von Warfare überzeugt auf ganzer Linie. Das Bild ist gestochen scharf, stilistisch konsequent und technisch makellos umgesetzt. Der Ton schafft ein intensives, realistisches Klangbild, das die Wirkung des Films wesentlich mitträgt. Wer Warfare zu Hause sehen will, sollte unbedingt zur Blu-ray greifen – schon allein, um die audiovisuelle Wucht dieser außergewöhnlichen Kriegserfahrung voll auszukosten. Das Bonusmaterial besteht aus einem interessanten Audiokommentar, einer Featurette zum Film und einer kleinen Trailershow.
Sonja
Film:
Wertung: 100 %
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Bild:
Wertung: 100 %
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Ton:
Wertung: 100 %
100 %
Extras:
Wertung: 40 %
40 %

Bewertung

100 %

Infos

Anzahl der Medien: 1
Hülle: Blu-ray Keep Case
Distributor:
LEONINE
Regionalcode: 2
Bildformat: 1,85 : 1

Herkunft des Mediums:
Film aus Deutschland
Deutschland

Cast & Crew

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