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Angeschaut: Die nackte Kanone (2025)

Die Neuverfilmung von „Die nackte Kanone“ aus dem Jahr 2025 bringt den anarchischen Slapstick-Humor der Kultreihe zurück auf die große Leinwand – und das in einer aktualisierten, aber bewusst altmodischen Version, die sich als waschechte Hommage an die Originalfilme mit Leslie Nielsen versteht. Im Mittelpunkt steht diesmal Lt. Frank Drebin Jr., gespielt von Liam Neeson, der mit trockenem Ernst durch eine Welt voller absurder Missverständnisse, Slapstick-Unfälle und grotesker Polizeiermittlungen stolpert. Die Handlung – so nebensächlich sie in diesem Genre auch sein mag – dreht sich um den mysteriösen Tod von Beth Davenports Bruder, einem hochrangigen Regierungsmitarbeiter. Beth, gespielt von Pamela Anderson, beauftragt Drebin Jr. mit der Aufklärung des Falls. Die Spur führt ihn in die Kreise eines schillernden Tech-Milliardärs, gespielt von Danny Huston, und schließlich in eine wahnwitzige Verschwörung rund um selbstfahrende Autos, Wahlmanipulation und ein geplantes Attentat.

Was den Film so besonders macht, ist sein konsequenter Stil: Die Gags kommen Schlag auf Schlag, visuelle Albernheiten wechseln sich mit Wortspielen und absurden Einfällen ab, und trotz moderner Kulisse fühlt sich alles angenehm retro an. Liam Neeson, der bislang eher für ernste Rollen bekannt war, entpuppt sich als ideale Besetzung – gerade weil er seinen Part völlig ernst spielt, was den Humor umso wirkungsvoller macht. Pamela Anderson überrascht mit Timing und Präsenz und verleiht ihrer Figur mehr als nur Nostalgie oder Dekoration. Die Chemie zwischen den beiden stimmt, und obwohl die Story nicht viel Tiefe bietet, wird der Film nie langweilig, weil ständig etwas Unerwartetes passiert. Zwar funktioniert nicht jeder Gag, und gegen Ende wird der Plot unnötig kompliziert, doch das wird durch die hohe Taktung des Humors und das charmante Spiel der Darsteller mehr als ausgeglichen.

„Die nackte Kanone“ (2025) ist keine Neuinterpretation mit ambitioniertem Tiefgang, sondern ein bewusst albernes Spektakel, das das Erbe der Zucker-Abrahams-Zucker-Komödien mit Respekt und Liebe weiterführt. Wer auf intelligente Dummheit, visuelle Übertreibung und temporeiche Gag-Feuerwerke steht, wird hier bestens bedient. Es ist ein Film, der keine Sekunde vorgibt, mehr sein zu wollen, als er ist – und genau deshalb funktioniert er so gut.

Trailer