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Monday Cover

Extras

  • Kinotrailer

Gesamtwertung

Film/Inhalt (2 Bewertungen):
Wertung: 95 %
95 %
Bild: (2 Bewertungen)
Wertung: 80 %
80 %
Ton: (2 Bewertungen)
Wertung: 85 %
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Extras: (2 Bewertungen)
Wertung: 8 %
8 %
Technik: (Nur Wertung des Reviewers)
Wertung: 58 %
58 %

Infos zum Einträger

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Testequipment:

Fernseher: Thomson 28DN40E
DVD-Player: Pioneer DV-464
Verstärker: Panasonic SA-HE90
Boxen: Magnat Cinema S-1

Filminfos zu:

DVD-ReviewMonday

Inhalt

Wer hasst sie nicht, diese Montage? Man muss früh aufstehen, zur Arbeit rennen und überhaupt sind Montage in der Regel keine guten Tage.
Frei nach der Devise "wenn dir so etwas passiert, ist es meistens Montag", erwacht der japanische Büroangestellte Koichi Takagi (Shin’ichi Tsutsumi) eines Montagmorgens in einem Tokioter Hotelzimmer. Er steckt immer noch in seinem schwarzen Anzug und hat keine richtigen Erinnerungen an die letzten Tage. Was war da nur...?

Ein Päckchen Salz – Reinigungssalz - weckt erste Erinnerungen: Angefangen hatte alles bei einer Totenmesse, die irgendwie einen anderen Verlauf genommen hat, als angenommen. Doch was war da? Die Leiche lag verkehrt herum und da war auch was mit dem Herzschrittmacher...
Koichi kann sich nur fragmentweise erinnern, er weiß noch, das er seiner geschwätzigen Freundin Yuki erzählt hat, was bei der Totenmesse war und das er es lustig fand, aber Yuki (Naomi Nishida) ihn wortlos sitzen gelassen hat. Warum...?
Er erinnert sich, dass er sich erstmal einen antrinken wollte und in diese Bar geraten ist. Als er von der Toilette wiederkam, war die Bar voller Yakuza... Genau - er war in eine Yakuza-Bar geraten. Dort hat er die Bekanntschaft mit der verführerischen Yuko (Yasuko Matsuyuki) gemacht, die blöderweise die Freundin vom Yakuza-Boss war. Dieser besagte Boss hat ihn dann auch noch in seinen eigenen Bar eingeladen. Dort hat Koichi ordentlich weiter getrunken. Und dann …?
Doch da war noch etwas! Ja richtig - eine Waffe, eine geladene Waffe und bei einem Handgemenge im reichlich angetrunkenen Zustand hat er den Yakuza umgelegt. Er hat einen Menschen getötet!
Nein, das kann nicht sein, das muss ein schlechter Traum sein! Doch wie soll es anders als an einem Montag sein, kippt die Waffe aus einer Ecke des Hotelzimmers. Koichi ist aufgeregt, was war da noch, was war nach der Sache mit dem Yakuza...?

Um sich zu beruhigen schaltet Koichi erstmal den Fernseher an und muss feststellen, dass er Gesprächthema Nr. 1 auf allen Sendern ist und dass er noch zwei Menschen auf dem Gewissen hat. Nun bricht für ihn eine Welt zusammen. Wie er den Medien entnehmen kann, ist das gesamte Hotel in dem er erwacht ist umstellt und von der Polizei bereit zu stürmen.
Das kann doch alles nicht sein, denkt sich Koichi, das muss ein schlechter Traum sein. Besessenheit! Genau das ist es, er war vom Teufel besessen, als er die Menschen tötete. Der letzte Ausweg für ihn, liegt im Selbstmord. Doch vorher muss er einen Abschiedsbrief schreiben und sich Mut antrinken! Da versucht die Polizei das Zimmer zu stürmen und der Teufel kehrt zurück an diesem Montagmorgen irgendwo in einem Tokioter Hotelzimmer... Do not copy!

Infos zum Film

Originaltitel: Monday
Filmlänge: 98 Min. (PAL)
Produktionsjahr: 2000
Herstellungsland: Japan
Erscheinungsdatum: 27.10.2006
EAN-Code: 260017060732

Sprachen

deutsch 5.1 deutsch 5.1
japanisch 2.0 Surround japanisch 2.0 Surround

Untertitel: deutsch

Kritiken

Fazit (9.5/10):
Monday gestaltet sich so wie es klingt, sehr „strange“, etwas verrückt und sehr, sehr böse. In meinen Augen ein Meisterwerk von Regisseur SABU aka Hiroyuki Tanaka, der es versteht, mit wenigen Mitteln, einen Film zu schaffen, der den Zuschauer in seinen Bann schlägt - und das nicht zu knapp. Monday gestaltet sich als Geschichte eines Mannes, der versucht sich zu erinnern was genau er getan hat und dabei nicht selten Opfer der gesellschaftlichen Zwänge Japans wird. Das Ganze natürlich verpackt in einem Mantel aus viel schwarzem Humor, der nicht selten grenzwertig ist, ohne dabei jedoch in die Nähe einer Arbeit eines zum Beispiel Takashi Miike zu geraten. So gestaltet sich der Film ungewöhnlich ruhig, zumindestens der Hauptcharakter verströmt eine Ruhe, egal was gerade passiert.

Was mich an Filmen von SABU immer so fasziniert, ist die Tatsache, dass seine Filme mit sehr wenigen Personen auskommen. Er bringt tatsächlich nur jene ins Bild, die etwas mit der Handlung zu tun haben, sonst scheinen die SABU-Welten ausgestorben zu sein.
SABU kommt natürlich nicht umhin, seinen Film mit jeder Menge eigenartiger Charaktere zu spicken, angefangen von einem Barkeeper mit Schleudertrauma, der nur noch ein paar Tage zu leben hat, bis hin zu einem unscheinbaren Mann, der aus einer Hand ließt und das was er sieht urkomisch findet, ohne das der Zuschauer erfährt was es ist, aber vom Lachen einfach angesteckt wird.

Monday ist ein Film den man unbedingt gesehen haben muss und mit dem deutschen Double-Feature zusammen mit dem zweiten Meisterwerk von SABU Blessing Bell ist das nun auch für den geneigten, deutschen Zuschauer möglich, der nicht so sehr auf englische Untertitel steht.
Also Fans von Filmen wie Unlucky Monkey werden hier ihre Freude haben und überhaupt, ist der Film wirklich jedem empfohlen. In diesem Sinne… „I hate Mondys but I love Monday“!

Bild (8/10):
Das Bild gestaltet sich als grundsolide Sache, die man durchaus als gut bezeichnen kann. Dieses "Trostlose" und "Ausgeblichene" im Bild ist in diesem Fall gewollt und hat nichts mit der Qualität des Silberlings zu tun.
Einzig, was mir etwas in Auge fiel, war die Bildschärfe. Vielleicht irre ich mich auch, aber ich finde das Bild etwas zu schwammig, nicht wirklich scharf. Aber sonst kann man kaum meckern.

Ton (8.5/10):
Im Fall von Monday bin ich sehr unzufrieden, was die Qualität der Synchronisation angeht, die mir überhaupt nicht gefällt. Das ist aber weniger ein Problem des Klanges, als vielmehr ein Problem von denen die sich angemaßt haben, den Film unbedingt mit einer deutschen Synchro zu versehen.

Darüber hinaus, ist die Qualität des Tones wirklich sehr gut. Die Tonspuren sind sauber abgemischt und weisen keine Fehler oder Störungen auf. Bei der japanischen Tonspur hätte ich mir etwas mehr als nur 2.0 gewünscht, da sie die Alternative zur deutschen Synchro darstellt und deshalb in meinen Augen etwas mehr Beachtung verdient gehabt hätte.

Extras (1/10):
Die mir hier vorliegende DVD zu Monday ist Bestandteil eines Double-Feature zusammen mit Blessing Bell und separat bis jetzt nicht erhältlich!

Auf der DVD führt uns das animierte Menü zu den Punkten Film-Starten, der Kapitel-Anwahl, dem Ton-Setup, dem Kinotrailer, der Anschrift nebst Homepage von Rapid Eye Movies (r.e.m.) und das war es.

Ich sage mir „ich sollte froh sein, das es der Film überhaupt nach Deutschland geschafft hat“. Aber so richtig möchte ich mich damit nicht zufrieden geben, denn um in Punkto Kunden-Service und Qualität am Markt bestehen zu können, reicht ein Kinotrailer als Spezial Feature nicht aus und so kann ich nicht verstehen, das man nicht einmal ein kleines Making Of oder etwas in der Art auf den Silberling gebracht hat. Es fehlt sogar eine Trailer Galerie zu anderen Veröffentlichungen aus dem Hause r.e.m. Also das ist wirklich schwach und eine starke Enttäuschung.
The Kitamura
Film:
Wertung: 95 %
95 %
Bild:
Wertung: 80 %
80 %
Ton:
Wertung: 85 %
85 %
Extras:
Wertung: 10 %
10 %

Allein die gleich am Anfang gezeigten Szenen bei der Totenwache sind es wert, gesehen zu werden. So böse und witzig haben sich die ersten 15 Minuten eines Films bisher selten gezeigt. Ein herrlicher Einstieg in den Film "Monday" des Regisseurs und Dehbuchautors Hiroyuki Tanaka - der sich selbst SABU nennt -, der garantiert, dass der Zuschauer auch weiterhin dem Film wohlgesonnen ist und darauf gespannt ist, was nach so einem Start wohl noch kommen mag. Soviel sei verraten: Der Film wird tatsächlich noch besser.

Es ist Montag und der Büroangestellte Koichi Takagi, gespielt von Shin"ichi Tsutsumi, wacht in einem Hotelzimmer ohne Gedächtnis auf. Ein wirklich mieser Start in die Woche. Ein bisschen Reinigungssalz in seiner Tasche beschert ihm die erste Erinnerung ... besagte Totenwache.

"Monday" ist der bisher kommerziell erfolgreichste Film Sabus in Deutschland und wurde zudem am Rande der Berlinale 2000 gleich dreimal ausgezeichnet (unter anderem mit Don Quixote Award) und dürfte von Fans lang ersehnt sein.

"Monday" ist vor allem eine glänzend inszenierte und wirklich witzige Satire, die durchaus Ansätze von "Falling Down" in sich birgt. Allerdings hinkt der Vergleich, denn Sabu inszeniert ungleich subtiler und sorgfältiger, als es Joel Schumacher seinerzeit bei "Falling Down" getan hat. Sabu setzt nicht auf billige Effekthascherei, er setzt lieber auf subtilere Töne, obgleich er auch viele vordergründige Witze liefert, die aber ihre Wirkung nie verfehlen.

"Monday" ist aber auch eine Berg- und Talfahrt. So ist der Film zwar bitterböse, skurril und mit geradezu surrealen Zügen versehen, trotzdem aber schafft es Sabu, nicht in die Lächerlichkeit abzudriften, indem er ausschließlich auf Komik setzt. Auch die Ernsthaftigkeit hält Einzug in den Film, wirkt aber Gottseidank nie gekünstelt.

Diese Verflechtung von Satire und Thriller ist perfekt gelungen und macht den Film auch dann zu einem Vergnügen, wenn man mit dem asiatischen Kino nicht allzu viel anzufangen weiß.

Es dürfte vor allem das Ende sein, das bei den Zuschauern die unterschiedlichsten Reaktionen auslöst. Aus meiner Sicht jedoch fügt sich das Ende nahtlos an die vorangegangene Inszenierung an und ist nur konsequent. Schließlich übt Sabu mit diesem Film durchaus auch Gesellschaftskritik, wenn auch wirklich äußerst subtil, und in diesem Kontext muss man das Ende denn auch sehen. Im Übrigen sei Sabu zugestanden, dass der Film dermaßen gut inszeniert ist, dass das Ende eigentlich bei niemandem ernsthaft aufstoßen sollte.

Der Film ist ein Highlight und sollte unbedingt angesehen werden. Wirklich super, um es mal ganz schlicht auszudrücken.
Nicola
Film:
Wertung: 95 %
95 %
Bild:
Wertung: 80 %
80 %
Ton:
Wertung: 85 %
85 %
Extras:
Wertung: 5 %
5 %

Bewertung

95 %

Infos

Anzahl der Medien: 2
Hülle: Digipak
Distributor:
Rapid Eye Movies
Regionalcode: 2
Bildformat: 1,77 : 1 anamorph

Herkunft des Mediums:
Film aus Deutschland
Deutschland

Hinweis

Diese DVD von Monday ist Bestandteil eines DVD Double-Features, zusammen mit dem Film „Blessing Bell“!

Cast & Crew

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