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Louis de Funès

[Schauspieler\in]

Portrait

Foto von Louis de Funès
© Rolf Gebhardt (GNU)

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Louis de Funès' Biografie

Louis Germain David de Funès de Galarza wurde am 31.07.1914 in Courbevoie, Frankreich als eines von drei Kindern geboren. Seine Eltern, Carlos und Léonor stammten ursprünglich aus Spanien und mussten nach Frankreich migrieren, da es erhebliche Widerstände in Léonors Familie gegen die Heirat mit Carlos gab. Während sein Vater in Spanien den Beruf eines Anwalts ausübte, durfte er diesen in Frankreich nicht durchführen und nahm letztlich die im Vergleich schlecht laufende Stelle eines Diamantenhändlers an. Léonor zog indessen ihre Kinder groß und musste mit ansehen, wie Louis´ Bruder Carlos in jungen Jahren im zweiten Weltkrieg ums Leben kam. Louis zeigte bereits früh seine künstlerische Begabung im Klavierspiel, aber auch im Anfertigen von Zeichnungen.

Der schulische Werdegang von de Funès kann durchweg als durchschnittlich bezeichnet werden. Vielmehr festigte sich sein Wille, neben dem Zeichnen auch am Theater sein Glück zu versuchen, doch dafür war auch Geld nötig. So kam es, dass er eine Reihe von ungeliebten Berufen ausübte, unter anderem Fotograf, Industriezeichner, Buchhaltungsgehilfe und Schaufensterdekorateur. Nachdem er wegen zu geringer Größe und zu geringem Gewicht aus dem Wehrdienst ausgemustert wurde, begann er im Alter von 22 Jahren den Beruf des Barpianisten. In dieser Zeit lernte er auch seine zukünftige Frau Germaine Louise Élodie Carroyer kennen und heiratete diese in kurzer Zeit im April 1936. In den folgenden Jahren sollte es die Familie de Funès nicht einfach haben: das Geld war immer knapp und die gelegentlichen Auftritte Louis´ als Barpianist brachten kein Reichtum. Als er sich im Jahr 1942 für die Schauspielerei entschied, war dies auch der Zeitpunkt der Scheidung von Germaine, mit der Louis seinen Sohn Daniel zur Welt brachte. Durch seine Klavierstunden am Konservatorium lernte er schließlich Jeanne Augustine Barthélemy de Maupassant kennen und lieben. Aus deren Ehe, die bis zum Tode de Funès andauern sollte, gingen die Söhne Patrick und Olivier hervor. Anfang der 50er Jahre konnte Louis de Funès seine ersten Erfolge am Theater feiern bis zum durchschlagenden Erfolg „Oscar“, den er viele Jahre später auch auf die große Leinwand bringen konnte. Seine Filmkarriere war in diesen Jahren noch relativ bescheiden, obgleich er stets fleißig einen Film nach dem anderen drehte.

Seinen Durchbruch und gleichzeitig auch die Hochphase seiner Schaffenszeit gelang Louis de Funès in den 60er Jahren, als er in der überaus erfolgreichen „Fantomas“-Trilogie sein komödiantisches Talent geschickt mit den abenteuerlichen Geschichten verbinden konnte. Seine hyperaktive, cholerische Art und Weise kamen den Filmen ebenso zugute, wie der Rolle, für die er wohl am bekanntesten sein dürfte: die des Gendarmen Cruchot, der in dem Touristenstädtchen St. Tropez auf seine ganz eigene stringente Art für Recht und Ordnung sorgte - und beim Zuschauer für etliche Lachanfälle. Aus dem Erfolg „Der Gendarm von St. Tropez“ aus dem Jahr 1964 sollten noch insgesamt fünf weitere Gendarm-Filme bis in die 80er Jahre folgen, die de Funès endgültig über die Grenzen Frankreichs in Europa berühmt machten. Die besonderen Merkmale des Franzosen, überaus hektisch zu wirken und dabei in unglaublicher Schnelligkeit Grimassen ziehen zu können, sind in fast allen seiner Filme deutlich zu sehen - und legten den Schauspieler klar auf das Genre Komödie fest.

Doch mit der Gesundheit von de Funès ging es in den 70er Jahren spürbar bergab. Während den Dreharbeiten zu dem nie fertig gestellten Film „Le Crocodile“ erlitt er hintereinander zwei Herzinfarkte und musste mehrere Jahre aussetzen, ehe er 1976 in deutlich angegriffenem Zustand, aber wie eh und je Grimassen ziehend in „Brust oder Keule“ seine Rückkehr feierte. Dennoch musste er fortan sein Engagement deutlich reduzieren und drehte nur noch einen Film pro Jahr.

1982 wirkte Louis in seinem letzten Film, der damit auch die Gendarm-Reihe zwangsläufig abschloss. Sichtbar gealtert, musste er mit ansehen, dass während der Dreharbeiten sein langjähriger Freund und Regisseur Jean Girault starb - der Film wurde vom Co-Regisseur Tony Aboyantz fertiggestellt. Am 27.01.1983 starb Louis de Funès im Alter von 68 Jahren an den Folgen seines dritten Herzinfarktes. Er hinterlässt neben seiner Familie eine riesige Fangemeinde, die ihn als einen der größten Komiker Frankreichs des 20. Jahrhunderts in Erinnerung behalten wird. Do not copy!
Text © Dominik Lang

Louis de Funès' Filmografie

1946: Wenn der Himmel versagt
1947: Six heures à perdre
1947: Letzte Zuflucht
1947: Kopfüber ins Glück
1948: Croisière pour l'inconnu
1949: Un certain monsieur
1949: Pas de week-end pour notre amour
1949: Du Guesclin
1949: Je n'aime que toi
1949: Mission à Tanger
1949: Vient de paraître
1949: Millionnaires d'un jour
1950: Manege frei
1950: Mon ami Sainfoin
1950: Rendez-vous avec la chance
1950: Adémai au poteau-frontière
1950: Der Göttergatte
1950: Dein Weg ist Dir bestimmt
1950: La rue sans loi
1951: Un amour de parapluie
1951: Les Joueurs
1951: Champions Juniors
1951: Boître à vendre
1951: L'amant de paille
1951: Le roi du bla bla bla
1951: Unbekannt verzogen
1951: La rose rouge
1951: È più facile che un cammello
1951: Knock
1951: Bibi Fricotin
1951: La vie est un jeu
1951: Folie douce
1951: Treffpunkt Paris
1951: In gewissen Nächten
1951: Le voyage enn Amérique
1951: Pas de vacances pour Monsieur le Maire
1951: Le Dindon
1951: La Poison
1951: Ma femme est formidable
1952: Moineaux de Paris
1952: Je l'ai été trois fois
1952: Le huitième art et la manière
1952: Elle et moi
1952: Von Sensationen gehetzt
1952: Les loups chassent la nuit
1952: Die sieben Sünden
1952: Monsieur Leguignon, lampiste
1952: Heiratsvermittlung
1952: L'amour n'est pas un péché
1952: Agnes Bernauer
1952: Monsieur Taxi
1952: Die ehrbare Dirne
1952: La fugue de Monsieur Perle
1953: Unter den Lichtern von Paris
1953: Le rire
1953: Faites-moi confiance
1953: Eine wunderbare Liebe
1953: La vie d'un honnête homme
1953: Au diable la vertu
1953: Innocents in Paris
1953: Capitaine Pantoufle
1953: Die Mädchen der Rue D'Amour
1953: Im Schlafsaal der großen Mädchen
1953: Légère et court vêtue
1953: Mon frangin du Sénégal
1954: Scènes de ménage
1954: Huis clos
1954: Le blé en herbe
1954: Le chevalier de la nuit
1954: Fraternité
1954: Les intrigantes
1954: Frl. Nitouche
1954: Tourments
1954: Le secret d'Hélène Marimon
1954: Les hommes ne pensent qu'à ca
1954: Der Sonntagsangler
1954: Les corsaires du Bois de Boulogne
1954: Der Hammel mit den fünf Beinen
1954: Die Knallschote
1954: Escalier de service
1954: Bartholomäusnacht
1954: Papa, Mama, Katrin und ich
1955: Die tolle Residenz
1955: Ingrid - Die Geschichte eines Fotomodells
1955: Weiße Sklavinnen für Tanger
1955: Napoléon
1955: Les pépées font la loi
1955: L'impossible Monsieur Pipelet
1955: Frou-Frou, die Pariserin
1955: Les Hussards
1955: Mädchen ohne Grenzen
1956: Papa, Mama, meine Frau und ich
1956: Si Paris nous était conté
1956: Das Gesetz der Straße
1956: La bande à papa
1956: Bébés à gogo
1956: La famille Anodin
1956: Courte tête
1956: Zwei Mann, ein Schwein und die Nacht von Paris
1957: Balduin, der Selbstmörder
1958: Fisch oder Fleisch
1958: Das Leben zu Zweit
1958: Wenn Louis eine Reise tut
1959: Totò, Eva e il pennello proibito
1959: I Tartassati
1959: Mon pote le gitan
1960: Certains l'aiment...froide
1960: Candide oder der Optimismus im 20. Jahrhundert
1960: Der Umstandskrämer
1961: Fracasse, der freche Kavalier
1961: Der tolle Amerikaner
1961: Louis, lass die Leiche liegen
1962: La Vendetta
1962: Der perfekte Mord
1962: Der Teufel und die zehn Gebote
1962: Ein Herr aus besten Kreisen
1962: Un clair de lune à Maubeuge
1962: Nous irons à Deauville
1963: Die Glückspilze
1963: Karambolage
1963: Gauner, Gags und Geldgeschäfte
1964: Balduin, der Geldschrank-Knacker
1964: Radieschen von unten
1964: Bei Oscar ist 'ne Schraube locker
1964: Der Gendarm von St. Tropez
1964: Fantomas
1965: Scharfe Sachen für Monsieur
1965: Die Damen lassen bitten
1965: Der Gendarm vom Broadway
1965: Fantomas gegen Interpol
1966: Scharfe Kurven für Madame
1966: Die Große Sause
1967: Balduin, der Ferienschreck
1967: Fantomas bedroht die Welt
1967: Oscar
1968: Balduin, der Heiratsmuffel
1968: Balduin, der Trockenschwimmer
1968: Balduin, das Nachtgespenst
1969: Onkel Paul, die große Pflaume
1970: Alles tanzt nach meiner Pfeife
1970: Balduin, der Schrecken von St. Tropez
1971: Balduin, der Sonntagsfahrer
1971: Hasch mich, ich bin der Mörder!
1971: Die dummen Streiche der Reichen
1973: Die Abenteuer des Rabbi Jakob
1976: Brust oder Keule
1978: Der Querkopf
1979: Louis unheimliche Begegnung mit den Außerirdischen
1980: Louis, der Geizkragen
1981: Louis und seine außerirdischen Kohlköpfe
1982: Louis und seine verrückten Politessen

Keine Garantie auf Vollständigkeit. Nicht aufgeführt sind teilweise Filme mit Gastauftritten, TV-Filme und Syncronisationen. Bei Regisseuren sind hingegen teils Einträge enthalten, wenn sie als Produzenten etc. mitgewirkt haben. In dem Fall kann es keinen "Rückverweis" von der Review-Seite geben.

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